Reg Dixon Gay Romance

Gefühlvolle Unterhaltung für besondere Menschen!

Taschenbücher zum Verschenken oder zum selbst genießen!

 

Leserstimmen zu meinen Büchern:

 

DRUSCHBA heißt Freundschaft:


"Ein Amerikaner, der mit einem Tagebuch seiner Großmutter ins Land seiner Vorfahren reist, aus beruflichen Gründen aber auch mit familiärem Interesse, lernt Druschba kennen, die Freundschaft, wie nur Russen sie verstehen und leben können.

Er, der Fremde, nimmt seine privilegierte Art zu leben nicht für selbstverständlich und erfasst instinktiv viel von der russischen Seele, obwohl westliches und russisches Denken weit auseinander liegen, wie sich im Mittelteil der Geschichte manifestiert.

Reg Dixon blieb beim Schreiben immer wertschätzend und sieht nie auf etwas hinab, genauso wie der westliche Protagonist immer erstaunliche Feinfühligkeit beweist, wenn es um Heimat und Zuhause anderer Menschen geht, was überall gleiche emotionale Bedeutung hat.

So kann sein sibirischer Freund seine Würde behalten, auch wenn es um die sehr interessant beschriebenen und uns fremden Wohnverhältnisse geht.
Besonders gut gefiel mir auch, wenn die Personen in ihren Worten zwischen den Zeilen das lesen lassen, was in Russland genau wie überall praktiziert wird, aber nicht ausgesprochen werden darf. Nämlich Homosexualität. Sehr sensibel ist Reg Dixon mit ihren Protagonisten umgegangen.
Die Protagonisten sind geerdet und erwachsen. Männer geprägt dadurch, wie sie aufgewachsen sind.
Und sie können sich in ihrer Ganzheit trotz aller Verschiedenheit annehmen.

Beeindruckend auch die Beschreibung der Details des russischen Alltagslebens.
All die arbeitstechnischen Sachen wirken sehr kompetent. Die ganzen Planungen und Vorbereitungen incl. Einreiseprozedur klingen sehr nach Insider-Wissen und daher sehr interessant und glaubwürdig.
Die Geschichte lebt von sehr viel Realismus, besonders positiv aufgefallen auch bei expliziten und sehr natürlich gehaltenen Sexszenen.

Wie es ausgeht, ist lange nicht klar. Es ist keine Geschichte mit HappyEnd-Garantie.
Denn der Amerikaner wird nach Beendigung der zeitlich begrenzten Arbeit an der sibirischen Pipeline wieder heimreisen, auf einen russischen Polizisten wird Amerika wohl kaum warten, zumal er daheim auch als Sohn und Ernährer gebraucht wird. Zu groß sind ihrer beider Unterschiede in allen Lebensbereichen, jobmäßig und mit familiären Verpflichtungen.

Die Geschichte hat innerhalb zweier Epochen (jetzt und das Tagebuch der Großmutter) gezeigt, dass egal wie sich ein Land durch Medien, Regierungen, Religion/Kultur präsentiert, es immer um die Menschen darin geht, und die sind meistens ganz anders, wenn sie einem gestatten, sie kennenzulernen.
Immer wieder lesen wir interessante Einblicke in eine andere Kultur und lesen über Russland von seiner schönsten und vor allem menschlichen Seite. Russland ist seine Bewohner und nicht die Politik.
Es zeigt auch, dass zwar Politik so streng ist, aber sie nicht die Ansichten der Menschen tangiert oder verändert.
Toleranz ist anerzogen oder erworben, kann aber nicht staatlich verboten oder verordnet werden.

Eine absolute Leseempfehlung in diesem Genre.
Eine inhaltlich überzeugende Romanze mit bemerkenswertem Lokalkolorit.
Eine Abenteuergeschichte mit Blut, Schweiß und Tränen für die beiden Männer.

Am Ende bleibt die Frage, was passiert, wenn die russische Seele des Amerikaners mit seinen russischen Vorfahren eine weitere russische Seele findet, also jemand, den er lieben kann. Und hier schließt sich der Kreis zum Tagebuch."

 

Sparrow am 5.Nov. 2016

 

Alaska


"Wer die Vorgängergeschichte "Druschba" gelesen hat - in der sich ein amerikanischer Ingenieur mit russischen Wurzeln in einem heutigen Russland, in dem Homosexualität mehr geächtet ist denn je, in einen sibirischen Polizisten verliebt - wird wissen wollen, ob ihre Liebe eine Zukunft hat.

Der Liebe zu folgen ist schön und romantisch, aber für die junge Russin im Familientagebuch vor 2 Generationen deutlich leichter gewesen als für zwei gestandene schwule Männer heute: Ihr genügte ein Mann und Kinder und der Haushalt. Damals. Heute ist das nicht mehr so, und schon gar nicht in Männerbeziehungen. Heute wollen Frauen wie Männer einen Beruf, eigene Freunde, und vor allem nicht abhängig sein.

Was in Irkutsk eine Art Urlaubsliebe war während eines Arbeitseinsatzes an der Pipeline, steht völlig unvorbereitet nun am Prüfstand von Alltagstauglichkeit und Konflikten und beruflichen Problemen.
Schön ist, dass wir auch wieder Freunde aus Sibirien wiedertreffen und neue, sehr sympathische Figuren dazu, die jede(r) ihre eigene Geschichte zu erzählen haben.

In russischen Träumen hat sich die amerikanische Freiheit anders angefühlt.
Liebe allein reicht im Alltag nicht.
Auch hier kann aber muss es kein HappyEnd geben, es bleibt bis zum Schluss spannend.
Denn der Russe lernt schnell, dass er hier eine Wahl hat, sein Leben nach eigenen Wünschen zu gestalten. Und stellt damit seinen Lebenspartner vor eine deutliche Wahl."

Im Grunde können beide Bücher unabhängig gelesen werden und sind jedes für sich absolut lesenswert.
Von Sparrow am 5. November 2016